Lange hat es uns verschont, doch jetzt ist es wohl endlich so weit: Der altbekannte Bali Belly – oder bei uns jetzt „Java Belly“ – macht auch vor uns keinen Halt! Lars hat den Nachmittag fiebrig schwitzend im Bett verbracht und Leslie kam kaum von der Toilette runter. Und vor uns liegt am nächsten Morgen eine fünfstündige Flugreise – das kann ja heiter werden!
Mit einer Umsteigezeit von 45 Minuten in Jakarta haben wir bei der Buchung ein bisschen gepokert und auch damit gerechnet, den Anschlussflug nicht zu bekommen – was man beim Low-Budget-Reisen eben so in Kauf nimmt. In der vordersten Reihe des Flugzeugs stehen wir schon in den Startlöchern, bereit für einen Sprint durch den doch recht großen Flughafen in Jakarta. Überraschenderweise holt uns jedoch direkt am Flugzeug eine nette Indonesierin vom Flughafenpersonal ab und bringt uns direkt zum nächsten Gate – was für ein Service! Zum Glück können wir den Flug über ganz gut schlafen und kommen so einigermaßen unversehrt in Labuan Bajo auf Flores an.
Bereits vom Flugzeug aus sehen wir die wunderschöne Inselkette, unser nächstes Reiseziel, grün im Meer liegen: die Komodo-Inseln! Am Flughafen bekommt man sofort Insel-Vibes. Wir buchen spontan für eine Nacht das Hotel „Eco Tree L’Otel“ und checken dort eine halbe Stunde später auch schon ein. Dann knurrt Lars so langsam der Magen: Vor lauter Fieber hat er seit 24 Stunden nichts gegessen. Zum Glück gibt es im Hotelrestaurant „Green Cherry“ das heiß ersehnte westliche Essen, zu dem wir immer greifen, wenn es uns in Asien schlecht geht. Und wer hätte es gedacht: Nach einem Tag Fasten gönnt sich Lars mit empfindlichem Magen natürlich erstmal eine Pizza – die er dann aber auch ganz gut verträgt.
Nach ein bisschen Ausruhen machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, schlendern an der Promenade entlang und stöbern durch die Läden. Um 18:00 Uhr geht die Sonne über dem Meer unter und taucht den Hafen in ein wunderschönes purpurrotes Licht. Wir lieben diesen Ort jetzt schon! Nach dem Sonnenuntergang gönnen wir uns noch eine wohltuende Massage, die hoffentlich auch gegen den Java Belly hilft, und essen anschließend lecker im mexikanischen Restaurant „Maravia“ zu Abend. Danach gehen wir zurück in unser Hotel und telefonieren mit Zuhause, denn die nächsten zwei Tage werden wir vermutlich ohne Netz und Internetzugang verbringen – ob wir das überleben werden?










